Pädagogische Schwerpunkte / Konzeption

Mit dem Eintritt in den Kindergarten bekommt das Kind meistens den ersten Kontakt zu einer größeren Gruppe. Dies ist einer der wichtigsten Momente im Leben eines Menschen, denn hier sammelt er Grunderfahrungen, die für sein nachfolgendes gesellschaftliches Erleben prägend sind. Dabei liegt uns besonders am Herzen, dass wir gemeinsam Regeln aufstellen und einhalten, Sprache fördern und spielerisch damit umgehen, und dass in der Gruppe Freiraum besteht, seine „eigene kleine Persönlichkeit“ zu entwickeln und entfalten.

Im Kindergartenalter von drei bis sechs Jahren ist die Fördermöglichkeit eines Kindes am größten.

Kindliches Lernen bedeutet für uns, Möglichkeiten zum Ausprobieren und Entdecken anzubieten, gezielt Stärken zu fördern und Defizite verhaltensorientiert auszugleichen.

Dabei gehen wir auf den Entwicklungsstand des einzelnen Kindes ein. Wir legen Wert auf eine angenehme und entspannte Grundatmosphäre.

1. Jahr: Thema „Eingewöhnung“

Ein großes oder ein mittleres Kind kümmert sich um ein neues Kind! 🙂

Die Kinder bekommen bei uns den Raum und die Zeit zum Spielen, Experimentieren, Beobachten und ihrer Spielfreude nachzugehen.

Im Gegensatz zum vertrauten Elternhaus „überfluten“ das Kind im Kindergarten viele neue Eindrücke und Erlebnisse: neue Bezugspersonen, neue, bisher fremde Kinder, neue Räumlichkeiten, gewisse Regeln in der Gesamtgruppe, Probleme lösen müssen ohne Eltern.

Deshalb ist es uns wichtig, dass sich die Kinder in ihrer Gruppe wohl fühlen. Um die Kontaktaufnahme zu anderen Kindern zu erleichtern, bekommt jedes „kleinere“ Kind ein „größeres“ Helferkind, welches es durch den KiGa-Alltag begleitet, z.B. beim Aufräumen, beim An- und Ausziehen, Toilettengang oder auch beim Abspülen.

Alle Beschäftigungsangebote in der Gruppe sind auf freiwilliger Basis. Regeln müssen erst noch eingeübt werden, die Kleinen genießen sozusagen „Welpenschutz“.

2. Jahr: Thema „Fähigkeiten“ erweitern, Grenzen überwinden

Im zweiten Jahr hat das Kind die Eingewöhnungsphase beendet. Nun werden die Erfahrungen, die es im ersten Jahr gemacht hat, weiterentwickelt.

Unsere Aufgabe ist es nun, neue Anreize zum Experimentieren zu schaffen und nach Bedarf durch pädagogisches Handeln zu steuern.

Um weitere Erfahrungsbereiche kennen zu lernen, darf das Kind nun an gezielten Angeboten für seine Altersstufe teilnehmen z.B. in der Forschergruppe!

3. Jahr: Thema „Vorbereitung auf die Schule!“

Im dritten (bei Rückstellung/oder Korridor auch im vierten) Jahr ist das Kind durch vielfältiges Experimentieren und Ausprobieren, in der Lage planvoll zu arbeiten, Lösungen zu finden und auch umzusetzen.

Ausprobieren wird durch  vielfältiges Können ersetzt.

Die meisten Handlungen sind geplant und durchdacht.

Mit dem „Vorschulstatus“ erlangen die Kinder gewisse Privilegien, aber natürlich auch einige Pflichten.

So müssen die Vorschulkinder keinen Mittagsschlaf mehr halten, nehmen an speziell für sie arrangierten Ausflügen teil, übernehmen Verantwortung und geben den kleineren Kindern Hilfestellung (haben meistens ein Kümmerkind).

Im Kindergartenjahr 2020/2021 finden folgende Vorschulprogramme statt:

Durch die aktuelle Corona-Pandemie finden ab Oktober 2020 die Vorschulprogramme in jeder Gruppe intern statt. Wir wollen ein Mischen von Kindergruppen in den Räumlichkeiten so gut es geht vermeiden. Dadurch lässt sich im Falle einer Infektion vielleicht das Schließen der ganzen Einrichtung vermeiden. Besondere Zeiten erfordern manchmal besondere Maßnahmen.

Normal wäre aber:

Die Vorschulkinder der lila, gelben und türkisen Gruppe treffen sich immer am Dienstag um 9.00 Uhr zur gruppenübergreifenden Vorschulgruppe.

Dieses verbindliche Angebot soll die Kinder an den Schulrhythmus gewöhnen, den Zusammenhalt der Vorschulkinder stärken und ihre Sozialkompetenz in der Vorschulgruppe fördern. Die Themen werden von den Kindern selbst erarbeitet und demokratisch abgestimmt; wir üben uns in „Partizipation“. Es entstehen in dieser Gruppe zum Beispiel der Wunsch nach einem Theaterspiel so wie in 2019, als die Vorschulkinder für das Märchen „Dornröschen“ für ihre Eltern und die Kindergartenkinder aufgeführt haben. Von der Probe bis zum Kostüm über die Regie haben die Kinder alles selbst gemacht.

Im Februar 2020 hatten die Vorschulkinder eine 14tägige Projektarbeit mit der Schule der Phantasie zum Thema: „Müll und Müll vermeiden“. Daraus entstanden tolle Spiele aus den sogenannten „Abfallprodukten“.

Einmal im Jahr nehmen unsere Vorschulkinder an einem Erste-Hilfe Kurs teil! Unter dem Motto: „Trau Dich; keiner ist zu klein um Helfer zu sein“ läuft der 5 tägige Kurs unter der Leitung des BRK Kreisverband Fürth in unserem Kindergarten!

In jeder Gruppe gibt es ebenfalls eine gruppeninterne Vorschulgruppe. In dieser Gruppe arbeiten wir u.a. im Rahmen des Würzburger Trainingsprogramms mit der phonologischen Bewusstheit.

Schwerpunkte der phonologischen Bewusstheit sind:

  • Reimwörter und Reime
  • Wörter und Sätze entdecken
  • Silben erkennen und klatschen
  • Anlaute erkennen „wir zerlegen die Wörter“

Start der Spielzeugfreien Zeit immer nach den Faschingsferien!

Einmal im Jahr ist für vier Wochen im Kindergarten spielzeugfreie Zeit. Diese beginnt nach Fasching und dauert mindestens 4 Wochen. Über die Verlängerung der spielzeugfreien Zeit wird in jeder Gruppe demokratisch abgestimmt.